Von 0 bis 150.000 Euro: Zu niedrige Prämien bei Olympia?


Olympia-Gold ist das Größte, was ein Sportler erreichen kann. Doch reich wird man damit definitiv nicht, was die Olympia-Prämien der verschiedenen Länder klar und deutlich bestätigen.


Bereits in der Vergangenheit wurden die Prämien rund um die Olympischen Spiele kritisiert. Der Alpindirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV), Wolfgang Maier meint, dass sich die Prioritäten längst in die falsche Richtung verschoben hätten. „Das Wichtigste bei Olympia ist nicht mehr der Sportler“, sagte er. Darüber hinaus warf Maier die Frage auf, warum Olympiasieger bei Olympischen Spielen „nicht 500.000 oder eine Million Euro Preisgeld“ erhielten.

»Warum ist es nicht möglich, dem Olympiasieger Preisgeld zu zahlen?«

Peter Schröcksnadel, Präsident des Österreichischen Ski-Verbandes (ÖSV)

Auch der Präsident des Österreichischen Ski-Verbandes (ÖSV), Peter Schröcksnadel stellte sich die Frage: „Warum ist es nicht möglich, dem Olympiasieger Preisgeld zu zahlen?“ Ebenfalls ist Schröcksnadel der Meinung, dass die Sportler wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt werden müssten, „sie müssen die Träger der Olympischen Spiele sein und nicht die Funktionäre", sagte er. Auch der deutsche Ski-Star Felix Neureuther hatte zuletzt mehrfach den Zustand der olympischen Bewegung harsch kritisiert.


Präsident des ÖSV, Peter Schröcksnadel (l.) gemeinsam mit Olympiasieger Matthias Mayer (m.) und Sportminister Heinz-Christian Strache (r.).

17.000 Euro für Olympiasieg

Die österreichischen Medaillengewinner bekommen für ihre Leistungen ein Münzen-Set in Silber, die Philharmoniker-Kollektion der Münze Österreich AG. Für eine Goldmedaille bekommt der Sportler ein Set im Wert von 17.000 Euro, für Silber eines für 13.000 Euro und für Bronze immerhin Münzen für 11.000 Euro.

Im Vergleich: Deutschland belohnt seine Olympiasieger mit 20.000 Euro, für Silber gibt es 15.000 Euro und für Bronze 10.000 Euro.

Großzügiges Italien: 150.000 Euro für Gold

Wenn wir zu unserem Nachbarn Italien schauen, finden wir ein lukrativeres Modell für Olympia-Sportler. Ein italienischer Olympiasieger bekommt 150.000 Euro sofort und zusätzlich vier Jahre lang jährlich 30.000 Euro. Für Silber und Bronze gibt es ähnliche Regelungen mit etwas weniger Geld.

Auch die Letten mit satten 140.000 Euro für Gold und die Litauer, die einen Olympiasieg mit 115.800 Euro und einem Auto belohnen, lassen sich nicht lumpen. Auch ein bulgarischer Olympiasieger erhält mit 127.000 Euro einen ordentlichen Schub für seinen Kontostand.

Schweden und Norweger gehen leer aus

Schwedische Olympiasportler gehen bei einem Medaillengewinn traditionell leer aus. Bei den Sommerspielen in Rio verschenkte das schwedische Komitee nur die Olympia-Maskottchen, ähnliches ist auch dieses Jahr denkbar. Auch in Norwegen bekommen die Medaillengewinner außer Ruhm und Ehre in der Regel kein Geld.

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