Gefallene Sport-Stars: Die größten Dopingskandale


Von Fußballern bis hin zu Langläufern, Sprintern und Radfahrern. Doping gibt es schon lange und wird es vermutlich auch immer geben. Das Sport Business Magazin präsentiert die prominentesten Dopingfälle der Sportgeschichte.


© AFP | Bei der Fußball-WM in den USA 1994 wurde Diego Maradona positiv auf Ephedrin getestet.

Die Mutter aller Doping-Skandale: Ben Johnson (1988)

Bei den Olympischen Spielen in Seoul siegt der kanadische Sprintstar Ben Johnson im 100-Meter-Finale in der Weltrekordzeit von 9,79 Sekunden. In Johnsons Urinprobe wird das Steroid Stanozolol nachgewiesen, er verliert Gold und Rekord.

Legende des Argentinischen Fußballs: Diego Maradona (1994)

Bei der Fußball-WM in den USA wird Argentiniens Superstar Diego Maradona positiv auf Ephedrin getestet und ausgeschlossen. Schon drei Jahre zuvor war er mit Kokain erwischt worden.

Grenzkontrolle als Auslöser: Fall Festina (1998)

Die Festina-Affäre erschuttert die Tour de France. Der belgische Teambetreuer Willy Voet wird drei Tage vor dem Tourstart an der belgisch-französischen Grenze mit zahlreichen verbotenen Substanzen im Wagen festgenommen. Bei Tour-Halbzeit wird die gesamte Mannschaft mit den Stars Richard Virenque und Alex Zulle aus dem Rennen genommen.

Zahnpastatube und Dieter Baumann (1999)

Dieter Baumann, 5.000-Meter-Olympiasieger von 1992, wird positiv auf Nandrolon getestet. Baumann bestreitet die wissentliche Einnahme des Stoffes. Der Deutsche Leichtathletik-Verband spricht Baumann frei, da der Wirkstoff auch in seiner Zahnpastatube nachgewiesen werden konnte und ein schuldhaftes Vergehen damit fraglich war. Der Weltverband IAAF sperrt Baumann dennoch für zwei Jahre.

Spanischer-Langlauf-Champion entlarvt: Johann Mühlegg (2002)

Bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City werden sieben Athleten positiv auf Epo getestet. Prominentester Sünder ist der Langläufer Johann Mühlegg, der für Spanien Gold über 10, 30 und 50 Kilometer gewonnen hatte. Mühlegg verliert sämtliche Medaillen, wird für zwei Jahre gesperrt und beendet seine Karriere.


© Austin Green | Radprofi Lance Amstrong gesteht im Jänner 2013, jahrelang gedopt zu haben.

Blut- und Urinanalyse-Unternehmen dopt systematisch: Fall BALCO (2003)

Im Zuge der BALCO-Affäre wird in den USA ein Doping-Netzwerk ausgehoben, viele Topstars wie Baseball-Ass Barry Bonds und die Sprintstars Marion Jones und Tim Montgomery werden schwer belastet. Jones bestreitet die Vorwürfe zunächst, gibt jedoch später jahrelanges Doping zu. Ihre Olympiasiege von Sydney 2000 werden erst 2007 aberkannt.

Dopingarzt Fuentes (2006)

Einen Tag vor dem Start der Tour de France werden die Favoriten Jan Ullrich und Ivan Basso von ihren Teams ausgeschlossen. Ihnen wird vorgeworfen, in den Skandal um den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes verwickelt zu sein. Dieser soll ein weltweites Dopingnetzwerk organisiert haben. Auch Leichtathleten und Fußballer werden mit dem Netzwerk in Verbindung gebracht.

Im Rahmen einer Razzia waren am 23. Mai 2006 große Mengen an Blutbeuteln beschlagnahmt worden. Ullrich wird erst im Februar 2012 für zwei Jahre gesperrt und verliert alle Ergebnisse seit dem 1. Mai 2005. Im Juni 2013 gibt er Blutdoping zu. Fuentes wird 2013 zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt, erhält vier Jahre Berufsverbot.

Radsport versinkt im Doping: Alberto Contador (2010)

Tour-Sieger Alberto Contador wird am zweiten Ruhetag der Frankreich-Rundfahrt positiv auf Clenbuterol getestet. Der Radsport-Weltverband UCI spricht eine vorläufige Sperre gegen den Spanier aus, will dem Fall aufgrund der geringen Konzentration des Kälbermastmittels aber nachgehen. Im Februar 2012 spricht der CAS nach einer langen Hängepartie ein Urteil, sperrt Contador und erkennt ihm alle Titel seit der positiven Probe ab.

„Doping-Legende“ Lance Armstrong (2012)

Am 22. Oktober 2012 erkennt der Radsport- Weltverband UCI Lance Armstrong die Tour-Titel von 1999 bis 2005 ab. Armstrong hatte über Jahre hinweg systematisch betrogen und ein Doping-Netzwerk aufgebaut, ehemalige Kollegen und Weggefährten belasteten ihn schwer. Nach jahrelangem Leugnen bricht der Texaner am 15. Januar 2013 in einem Interview mit Talkmasterin Oprah Winfrey sein Schweigen und gibt zu, bei seinen Tour-Siegen gedopt zu haben.

Schneller als erlaubt: Gay, Powell, Carter und Simpson (2013)

Tyson Gay (USA), zweitschnellster Sprinter der Geschichte (9,69 Sekunden), gibt am 14. Juli 2013 bekannt, dass er bei einer Trainingskontrolle positiv getestet worden sei. Am gleichen Tag wird bekannt, dass auch Jamaikas Ex-Weltrekordler Asafa Powell sowie seine Landsleute Nesta Carter und Sherone Simpson positiv getestet wurden.


Wie sich Doping historisch über die Jahre entwickelt hat, was die Nationale Anti-Doping Agentur Austria GmbH (NADA Austria) dagegen unternimmt und ob die Einnahme von Schmerzmittel bereits legales Doping ist, liest du in der aktuellen Ausgabe des Sport Business Magazins. Erhältlich im gut sortierten Presseeinzelhandel, im ABO sowie online auf Kiosk.at und Readly.com

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