Bitcoin statt Scheine: Kryptowährung erobert den Fussball mit Messi als Testimonial


Der große Hype um virtuelle Währungen als neues Zahlungsmittel macht auch vor dem Fußball nicht halt. Erste Spielertransfers, eigene Kryptowährung für Ex-Liverpool-Star und Lionel Messi als Werbeträger: Bitcoin und Co. sind im Fußball angekommen.


© twitter.com/Turkish_Futbol1 | Erster Transfer mit Kryptowährung im Fußball: Neuverpflichtung Omer Faruk Kiroglu (l.) gemeinsam mit Präsident Haldun Sehit (r.),

Transferwahnsinn: Türkischer Provinzklub verpflichtet Spieler mit Bitcoin

Ein türkischer Amateurverein finanzierte die Verpflichtung eines neuen Spielers teilweise mit der virtuellen Währung und sorgte damit für weltweites Aufsehen.

»Wir haben das getan, um uns einen Namen in unserem Land und in der ganzen Welt zu machen. Wir sind stolz darauf.«

Haldun Sehit, Präsident Harunustaspor

Ende Jänner ereignete sich in der türkischen sechsten Liga eine Neuheit im internationalen Fußball. Ein türkischer Fußball-Amateurklub hat einen Teil der Ablösesumme für einen Spieler in Bitcoin bezahlt. Laut CNN Turk habe der nahe Istanbul angesiedelte Verein Harunustaspor für den 22-jährigen Omer Faruk Kiroglu 2.000 türkische Lira (426,71 Euro) in Kryptowährung und 2.500 Lira (533,39 Euro) in bar bezahlt.

Alles nur ein Marketinggag?

Man könnte die ungewöhnliche Aktion des Sechstligisten als einen Einzelfall und als Werbung in eigener Sache bezeichnen, doch dahinter steckt längst ein weitgehender Trend. Kryptowährungen wie Bitcoin etablieren sich zunehmend auch im Fußball.

Es ist nicht das erste Mal, dass Kryptowährung in der Welt des Sports als Zahlungsmöglichkeit vorkommt. Vor kurzem gab das US-Basketballteam Sacramento Kings bekannt, dass man in Zukunft Tickets für die Heimspiele auch mit Bitcoins bezahlen kann. Anfang des Jahres stellte der Fußballklub Arsenal London als erster großer Verein einen offiziellen Kryptowährungs-Partner vor.

Ob sich das Zahlungsmittel auf dem europäischen Transfermarkt durchsetzen kann, ist eher auszuschließen, denn sowohl die EU, als auch andere Länder wollen Bitcoins in Zukunft stärker regulieren.

Ex-Liverpool-Star mit eigener Kryptowährung

Längst haben auch Stars der Fußballbranche den Wert von virtuellen Währungen entdeckt. Eines der bekanntesten Beispiele ist der ehemalige Liverpool- und Real-Star Michael Owen. Der 38-jährige Engländer hat mit Crypto Offering Exchange (GCOX), einem Unternehmen aus Singapur, eine eigene Kryptowährung mit dem klingenden Namen „OWN-Token“ auf den Markt gebracht. Dieses Start-up ermöglicht es Prominenten, eine eigene Währung zu kreieren, die Fans als Zahlungsmittel für den Kauf von Merchandising Artikel nutzen können.

Die London Football Exchange hat indes die erste Kryptowährung für den Fußball vorgestellt, um eine "Fan-getriebene Fußball-Community" aufzubauen. Die Idee dahinter: Die Fans können Einheiten der Währung kaufen und damit Vorteile, wie Meet & Greets oder Rabatte im Fanshop, erhalten. Die Erfinder sehen den Anreiz für Klubs auch im Ticketing: Durch die Blockchain wird dieses sicherer, und mit der eigenen Währung können lästige Gebühren umgangen werden.


© Screenshot Facebook | Fußballstar Lionel Messi macht seit Anfang Dezember Werbung für ein Blockchain Start-up namens Sirin Labs.

Messi als Markenbotschafter

Auch Fußballstar Lionel Messi wirbt auf seinen sozialen Netzwerken als Markenbotschafter für virtuelle Währungen. Der Argentinier hat mit dem Start-up Sirin Labs einen Werbevertrag abgeschlossen.

Neben Boxweltmeister Floyd Mayweather und anderen Berühmtheiten macht nun auch der fünfmalige Weltfußballer auf seinen Social Media Kanälen Werbung für ein Blockchain Start-up. Sirin Labs will Smartphones und PCs mit integrierter Blockchain-Technologie herstellen. Nutzern werden die Integration einer sicheren Wallet und verschlüsselte Kommunikation versprochen.

Ob der durchschnittliche Konsument das braucht, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Aufmerksamkeit dürfte dem Start-up durch Lionel Messi allerdings sicher sein. Der Fußballstar gilt als ein begehrter Werbeträger in den sozialen Netzwerken. Kein Wunder, denn ein Post des Argentiniers auf Facebook, Twitter oder Instagram ist laut Experten bis zu 500.000 Dollar wert.


Jede Woche spannende und exklusive News! Bleiben Sie neben unserer Printausgabe immer auch online mit unserem Sport Business Magazin Blog up to date.

#Sport #Fußball #LionelMessi #Messi #Türkei #Kryptowährung #Sportbusiness #Bitcoin #MichaelOwen #FCArsenal

  • White Facebook Icon
  • White Instagram Icon
  • White Twitter Icon
  • White LinkedIn Icon
  • xing_white

© 2020 by Sport Business Magazin | 537354