Phänomen Thiem: Ein Niederösterreicher auf dem Weg zum Weltstar


Dominic Thiem ist nach Thomas Muster und Jürgen Melzer der einzige Österreicher, dem der Sprung in die Top 10 der Tennisweltrangliste gelungen ist. Der 24-Jährige ist der Vorzeigeprofi des österreichischen Tennissports und gilt als Vorbild für viele junge Tennistalente. Wir haben uns den Niederösterreicher zum Sonderthema gemacht: Lies im ersten Teil im Rahmen unserer #ThiemWeek alles über seinen Werdegang zum Profi.


© ITF (International Tennis Federation)

Der steinige Weg zum Profi

Dominic Thiem ist in Lichtenwörth, einer kleinen Gemeinde südlich von Wien, aufgewachsen. In seiner sehr ländlichen Heimat wurde der Niederösterreicher mit seinem sechs Jahre jüngeren Bruder, seinen Eltern und dem damit verbundenen Tennissport groß. Sowohl sein Vater als auch seine Mutter spielen leidenschaftlich gern Tennis. Sie sind professionelle Tennistrainer und verdienen sich damit ihren Lebensunterhalt.

Als Säugling war Thiem bereits im Kinderwagen am Tennisplatz unterwegs, ehe er im Alter von vier Jahren das erste Mal einen Tennisschläger in der Hand hielt und den so schnell nicht mehr losließ. Mit sechs Jahren begann er regelmäßig den Tennissport auszuüben.

»Der Dominic war von Anfang an dabei, als Baby saß er im Ballwagerl und hat eine Filzkugel nach der anderen rausgeworfen.«

Karin Thiem, Mutter von Dominic Thiem

Der Weg zur Weltspitze sollte aber alles andere als einfach werden. Neben den zeitintensiven Trainingsstunden kamen gesundheitliche sowie finanzielle Probleme hinzu, die den Karriereweg immer wieder ins Stocken geraten ließen. Seine Eltern verdienten damals nicht genug Geld, sodass Thiems Großmutter ihre geerbte Wohnung im ersten Bezirk in Wien verkaufte, um ihren Enkel bei seinem Vorhaben finanziell zu unterstützen. Zwischen 60.000 und 100.000 Euro habe Thiems Weg an die Weltspitze pro Saison zirka gekostet. Außerdem hatte er immer wieder mit Darmproblemen zu kämpfen. Mittlerweile hält er diese mit Antibiotika einigermaßen unter Kontrolle.

»Die vergangenen Jahre haben mich doch ein wenig verbittert. Wenn du den Weg gehen willst, zu dem Dominic und wir uns entschlossen haben, darfst du nicht nach links oder rechts schauen, sonst wirst du wahnsinnig.«

Karin Thiem, Mutter von Dominic Thiem

Ein weiterer schwieriger Schritt in seiner Laufbahn war, als sich die Eltern entschlossen hatten, ihren damals 16-jährigen Sohn aus dem Hochleistungssport-Gymnasium zu nehmen. Der Niederösterreicher verpasste aufgrund des Sports den Unterricht zu oft. Trotz der vielen Schwierigkeiten blieb Thiem seinem Jugendtraum immer treu und verfolgte seine Ziele weiter fokussiert.

Im Jahr 2011 gelang dem in Wiener Neustadt geborenen Niederösterreicher mit dem Finaleinzug beim Juniorenwettbewerb der French Open, das erste Ausrufezeichen in seiner Jugendlaufbahn. Es folgten die Teilnahmen beim ATP-Turnier in Kitzbühel, bei den PTT Thailand Open in Bankok und bei den Erste Bank Open in Wien.

Zum Abschluss des Jahres gewann Thiem drei Juniorenturniere hintereinander und den Orange Bowl in Miami, der zusammen mit dem Finaleinzug der French Open zu den Highlights in seiner Jugendkarriere zählt.


© GEPA | ITF (International Tennis Federation) | GEPA

Welche Eigenschaften Thiem als Tennisspieler auszeichnen, wie ihn sein Trainer Günther Bresnik so weit gebracht hat und auf welcher Weltranglistenposition er noch vor fünf Jahren stand, ließt du im zweiten Teil im Rahmen unserer #ThiemWeek!

Hier geht's zu Teil 2: Thiems Mentor: Hart, härter, Günter Bresnik

Hier geht's zu Teil 3: So viel cashte Dominic Thiem bislang in seiner Karriere

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