Thiems Mentor: Hart, härter, Günter Bresnik


Dominic Thiem ist nach Thomas Muster und Jürgen Melzer der einzige Österreicher, dem der Sprung in die Top 10 der Tennisweltrangliste gelungen ist. Der 24-Jährige ist der Vorzeigeprofi des österreichischen Tennissports und gilt als Vorbild für viele junge Tennistalente. Wir haben uns den Niederösterreicher zum Sonderthema gemacht: Erfahre im zweiten Teil im Rahmen unserer #ThiemWeek die wichtigsten Infos zu Startrainer und Wegbegleiter Günther Bresnik.


© GEPA | Dominic Thiem (l.) mit seinem Trainer Günter Bresnik (r.), der für die physische und mentale Betreuung zuständig ist.

Einen großen Anteil an den beachtlichen Erfolgen hat sein Trainer Günter Bresnik. Der 57-Jährige kommt wie Thiem aus Niederösterreich und ist mittlerweile ein international anerkannter Tennistrainer. Der ehemalige Kapitän der österreichischen Davis-Cup-Mannschaft betreute unter anderem Tennisprofis wie Boris Becker, Patrick McEnroe oder Stefan Koubek und war für zwei Jahre Sportchef des Österreichischen Tennisverbandes.

Aktuell betreibt Bresnik eine internationale Tennisakademie mit zirka 30 Schülern in Wien.

Bresnik ist für sein hartes Training bekannt und versucht seine Schüler an die Grenzen der Belastbarkeit und darüber hinaus zu bringen. Thiem ist laut ihm ein Spieler, der tägliche Trainingszeiten von vier, fünf Stunden ohne Konzentrationsverlust immer akzeptiert hat, beziehungsweise immer noch akzeptiert. Das sei nur einer der vielen Faktoren dafür, dass er so erfolgreich ist. Bresnik meint auch, dass es die Begriffe Talent und Wunderkind nicht gibt, sondern nur solche, die mehr üben als die anderen.

»Dominic ist für mich wie mein fünftes Kind.«

Günter Bresnik, Trainer von Dominic Thiem

Darüber hinaus gab der Trainer im März im Zuge eines Interviews mit der Kleinen Zeitung eine interessante Einschätzung zu seinem Schützling ab: „Dominic ist für mich wie mein fünftes Kind“, und bestätigte somit seine enge Beziehung zu Thiem.

Bresnik weiß, über die Stärken des Niederösterreichers besten Bescheid und betont immer wieder, dass er jeden Gegner schlagen kann, aber seinen Zenit noch nicht erreicht hat. In der Vergangenheit zog er bereits einen Vergleich mit dem Schweizer Roger Federer: „Dominic spielt auch leidenschaftlich gern Tennis. Er präsentiert das noch nicht mit dieser Lockerheit, die hat Federer früher auch nicht in der Form gehabt. Die ist dann erst mit den ersten zwei, drei großen Erfolgen gekommen, aber von der Leidenschaft sind sie sicherlich vergleichbar.“

Seine Qualitäten

Der 24-Jährige besitzt trotz seines noch jungen Alters enorme Qualitäten, die ihn dahin gebracht haben, wo er aktuell steht. Die kraftvollen Grundlinienschläge und sein harter Aufschlag zeichnen Thiem besonders aus. Seine Aufschläge können eine Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h erreichen. Eine weitere Stärke ist sein ungemeiner Siegeswille. Selbst in scheinbar aussichtslosen Situationen kämpft der Niederösterreicher um jeden Ball und gibt sich auch bei hohen Rückständen nicht geschlagen. Mit einer Körpergröße von 1,82 Metern hat er zudem eine ideale Größe für den Tennissport.

2011 in den Top 1.000 - Jetzt Dauergast in den Top 10

Zu seinen größten Erfolgen gehören die zehn Turniersiege zwischen 2015 und 2018 bei den ATP World Tours sowie die zwei Titel bei der ATP Challenger Tour 2013.

Wenn man sich das Ranking der ATP-Weltrangliste genauer ansieht, kann man Thiems unglaubliche Entwicklung nachverfolgen. Im Sommer 2010 stand der damals 16-Jährige noch auf der 946.000. Stelle. Im Februar 2011 war er erstmals unter den besten 1.000 Spielern, ehe er im April 2013 in den Top 300 gelistet war.

Die Schritte im Ranking wurden immer größer, sodass er im Februar 2014 zum ersten Mal unter den besten 100 Tennisprofis der Welt stand. Die Top 50 knackte der „Dominator“, wie er auch genannt wird, nur fünf Monate später, ehe er am 6. Juni 2016 mit Platz sieben in der ATP-Weltrangliste schließlich die Top 10 erreichte.

Seit Oktober 2016 ist Thiem nurmehr untern den besten zehn Athleten zu finden. Im November letzten Jahres erreichte er mit Rang vier seine bislang beste Platzierung.


© GEPA | ITF (International Tennis Federation) | GEPA

Was Thiem am liebsten privat in seiner Freizeit macht, wie viele Follower er auf den sozialen Netzwerken mitbringt und wie viele Millionen Euro er mittlerweile in seiner Karriere verdient hat, liest du im dritten Teil im Rahmen unserer #ThiemWeek!

Hier geht's zu Teil 3: So viel cashte Dominic Thiem bislang in seiner Karriere

Hier geht's zu Teil 1: Phänomen Thiem: Ein Niederösterreicher auf dem Weg zum Weltstar

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