Ob Austria oder Australia: Babsi Schett als Tennis-Business-Lady gut im Geschäft


Mit einer Weltranglistenposition von Platz sieben im Einzel ist sie die bis heute bestplatzierte österreichische Tennisspielerin. Aber nicht nur auf dem Tennisplatz hatte sie klare Ziele, sondern auch für die Karriere nach der Karriere.


© Eurosport

Schon im frühen Kindesalter von Barbara Schett entwickelte sich die Liebe zum Tennis, als sie und ihr Bruder Georg von den Eltern in den kleinen Innsbrucker Tennisverein ITC mitgenommen wurden. Dort verbrachte die sportliche Familie viel Freizeit und die Tochter klopfte mit derartigem Geschick den Ball stundenlang an die Wand, dass sie einer Trainerin des Tiroler Landesverbandes auffiel.

Mit acht Jahren gewann die Tirolerin ihr erstes Turnier und aufgrund ihrer Erfolge wechselte sie im Alter von 14 Jahren in das Leistungszentrum Südstadt. Dort verband sie im Sportgymnasium die im Elternhaus erlernten Faktoren Disziplin und Konsequenz, etwas fertigzumachen, was man angefangen hat, mit professionellem Training.

Ihr Debüt auf der WTA-Tour feierte Schett 1990 im Alter von 14 Jahren und sechs Monaten beim WTA-Turnier in Kitzbühel. Zwei Jahre später zählte sie zu den besten 100 Spielerinnen der Welt.

Nummer 1 Österreichs

Ihr großes Ziel war es, die beste Österreicherin im Tenniszirkus zu werden. Dies hieß, dass sie in den Jahren danach unter die zehn besten Tennisdamen der Welt vorstoßen musste, um der um fünfeinhalb Jahre älteren Barbara Paulus, den Rang abzulaufen. Die beste Platzierung von Paulus war im Herbst 1996 Rang zehn. „Ich habe nie das Ziel gehabt, Nummer eins der Welt zu sein, ich bin totale Realistin, vielleicht habe ich mir manchmal auch zu wenig zugetraut.“ Als Team im Fed Cup kämpfte Schett dann an der Seite von Paulus und Judith Wiesner um Erfolge für das Land Österreich, wobei sie es in 48 Spielen auf 30 Siege für das Nationalteam brachte.

In ihrer Laufbahn erreichte sie das Finale von sechs WTA-Turnieren, von denen sie drei für sich entscheiden konnte – Palermo 1996, Maria Lankowitz 1997 und Klagenfurt 2000. Im Doppel stand sie im Endspiel von 19 Turnieren, von denen sie zehn gewinnen konnte. Drei Titel auf der Einzel-Tour und die Bilanz bei Grand-Slam-Turnieren lässt nicht sofort auf eine Nummer sieben der Weltrangliste, die Schett im September 1999 war, schließen.

„Ich war eher eine konstante Spielerin. Aber es war keine leichte Zeit. Die Williams-Schwestern waren schon da, Graf hat noch gespielt, Davenport, Seles, Hingis“, sagt Barbara Schett rückblickend auf ihre Leistungen. Diese Ausnahmekönner im heutigen Damen-Tennis gibt es laut ihr nicht mehr. Vor allem durch die heute fast flächendeckende Fitness kann die Nummer 70 eine Top- 10 Spielerin schlagen. Früher habe es schon einige Spielerinnen unter den ersten 100 gegeben, die im Vergleich zu den besten Spielerinnen physisch nicht wirklich auf der Höhe waren. Dadurch seien kaum Überraschungen passiert. Insgesamt hat die Fitness und das Material mehr Power ins Damentennis gebracht.


2005 beendete Barbara Schett ihre Tenniskarriere, seitdem ist sie für den TV-Sender Eurosport tätig. | © Eurosport

Nicht nur durch ihre sportlichen Leistungen machte Barbara Schett auf sich aufmerksam. Spätestens durch das Auftauchen von Anna Kournikowa Mitte der 1990er-Jahre wurden die Tennisplätze zunehmend als Laufstege wahrgenommen. Kournikowa/Schett waren nicht nur ein sportlich starkes Doppel (Sieg im Jänner 2001 in Sydney), sondern ein besonders Attraktives. Als die Russin für Wimbledon eines Jahres verletzt ausfiel, sprang die gebürtige Innsbruckerin zumindest teilweise als Schlagzeilenbringerin für die Boulevardpresse ein. Ein Vertrag mit dem Daily Mirror brachte eine kolportierte Summe von seinerzeit umgerechnet 75.000 Euro für 14 Tage, aber auch unerfreulich untergriffige Geschichten. „Es wurden viele private Geschichten über mich erfunden. Teilweise hat sich das wie ein niedergeschriebener Pornofilm gelesen. Ich war schockiert, habe mich absolut nicht mehr wohlgefühlt, da ich diese Art des Boulevards aus Österreich nicht kannte. Diese Geschichte war mir eine Lehre, ich bin in der Folge vorsichtiger geworden.“

Wie viel Barbara Schett in ihrer Tenniskarriere verdient hat, welche Aufgaben sie als Expertin beim TV-Sender Eurosport hat und was sie zum Thema Gleichberechtigung im Tennissport hält, liest du in der Herbstausgabe des Sport Business Magazins.

Erhältlich im gut sortierten Presseeinzelhandel, im ABO sowie online auf Kiosk.at und Readly.com


Hier in der Herbstausgabe schmökern!

#Schett #BarbaraSchett #BabsiSchett #Tennis #WTA #SportBusinessMagazin #SportBusinessLadies #SportBusinessLady #Sportbusiness #Sport #Eurosport #SportBusinessFrauen #SportBusinessFrau #FrauenimSport #Frauen #DominicThiem #Thiem

  • White Facebook Icon
  • White Instagram Icon
  • White Twitter Icon
  • White LinkedIn Icon
  • xing_white

© 2020 by Sport Business Magazin | 537354