Superreiche Sportstars: 285 Millionen für einen Kampf


„Forbes“ ermittelt jedes Jahr die bestverdienenden Sportler. Fußballstar Cristiano Ronaldo muss diesmal seinen Spitzenplatz aus dem Vorjahr räumen und belegt hinter Boxchampion Floyd Mayweather und Lionel Messi „nur“ Platz drei. Im Ranking der Top 100 steht erstmals keine einzige Frau.


© Juventus Ufficio Stampa

Es sind nur triste Zahlen, die „Forbes“ jährlich einander gegenüberstellt, aber die Liste der weltweit bestbezahlten Sportler hat es trotzdem zu großer Berühmtheit gebracht und wird Jahr für Jahr mit Spannung erwartet. „Forbes“ ist eine englischsprachige Zeitschrift und eines der erfolgreichsten Wirtschaftsmagazine weltweit. Sie wird von der Forbes Inc. herausgegeben, die ihren Hauptsitz in der Fifth Avenue in New York City in den USA hat.

Die Summen setzen sich aus Gehältern, Preisgeldern und Zusatzzahlungen zusammen. Die Höhe von Werbeeinnahmen, Antrittsgeldern oder Lizenzeinnahmen wurde dabei laut „Forbes“ von Brancheninsidern geschätzt. Für das brandneue Ranking wurde alles im Zeitraum zwischen dem 1. Juni 2017 und dem 1. Juni 2018 angerechnet.

In diesen Zeitraum fällt der teuerste Kampf der Boxgeschichte im August 2017 zwischen dem Boxer Floyd Mayweather und dem Mixed-Martial-Arts-Star Connor McGregor. Allein durch das frenetisch promotete Gefecht mit dem Iren verdiente der US-Amerikaner 285 Millionen Dollar und machte ihn wie schon 2012, 2014 und 2015 zum bestverdienenden Sportler der Welt. Selbst der unterlegene McGregor profitierte von dem Event und belegt in der Rangliste den vierten Platz.


Forbes-Liste 2018: So viele Millionen cashen die Sportstars.

Milliardenkampf geht in die Geschichte ein

Der Kampf zwischen Box-Champion Floyd Mayweather und Käfigkämpfer Conor McGregor in Las Vegas wurde zum Zahltag der Superlative: Es ging insgesamt um eine Milliarde Dollar. Sechs Faktoren sind für das Zustandekommen dieser Wahnsinnssumme verantwortlich:

Fernsehen - 800.000.000 $

Die Einnahmen durch das Bezahlfernsehen waren entscheidend für den Gesamtumsatz des Kampfes. In den USA wurde er vom Pay-Per-View- Sender Showtime für 89,95 Dollar (HD: 99,95 Dollar) übertragen. In England war er bei Sky Sports Box Office für 26,32 Dollar verfügbar und in McGregors Heimat Irland waren 29,95 Dollar zu bezahlen. Auch in anderen Ländern, in denen das Duell übertragen wurde, musste bezahlt werden.

Sponsoren - 47.000.000 $

Der Hauptsponsor musste zehn Millionen Dollar hinblättern. Dafür konnte er in der Mitte des Ringbodens, an zwei Ringseilen, den neutralen Ringecken und durch die Nummerngirls mit seinem Logo werben. Zudem bekam er in jeder Runde die erste Minute für einen Spot und Tickets im Wert von 500.000 Dollar. Die Ringecken der Kämpfer sind für je fünf Millionen Dollar, einschließlich 250.000 Dollar für Tickets, zu haben gewesen. Mayweather allein kassierte für Werbung auf Hose, Mantel und Basecap 25 Millionen Dollar, McGregor immerhin zwei Millionen Dollar.


145.000 Dollar pro Schlag: Nach dem Mega-Fight wurden sämtliche Pay-per-View-Kämpfe Mayweathers unter die Lupe genommen und berechnet, dass „Money“ demnach pro Schlag durchschnittlich 145.000 US-Dollar verdiente. | © Associated Press

Wetten - 30.000.000 $

Die Einsätze erreichten vor dem Mega-Fight astronomische Höhen, wobei die größte Einzelwette von drei Brüdern und Geschäftsleute aus Las Vegas platziert wurden. Die Ex-Besitzer des Basketballteams Sacramento Kings setzten 880.000 Dollar auf einen Sieg Mayweathers. Der Gewinn belief sich bei einer Quote von 1:1,18 auf 160.000 Dollar. McGregor wurden im Vorhinein nur wenig Chance eingeräumt und so hatte er eine 1:11-Außenseiter-Quote. Übrigens setzte Mayweather im Vorfeld fünf Millionen US-Dollar auf seinen eigenen Sieg.

Zuschauer in der Arena - 75.000.000 $

Wer sich das Spektakel live in der Arena anschauen wollte, musste tief in das Portemonnaie greifen. Im Durchschnitt kostete eine Karte 3.750 Dollar. Die teuersten Tickets unmittelbar am Boxring waren für 71.250 Dollar zu haben. So profitierten die Kämpfer von den Ticketverkäufen nach den TV-Einnahmen am meisten.

Merchandising - 2.000.000 $

Vor allem Mayweathers Management wussten, wie man das Geschäft mit Fanartikel bewältigt. Mehr als zwei Dutzend Fanartikel mit Initialen und Logos wurden angeboten. Darunter auch einige Produkte, die mit der Kampfstatistik „50-0” Mayweathers nach dem Fight, ausgegangen von einem Sieg des Box-Champions, versehen wurden.


Mit einem Jahresverdienst von 285 Millionen Dollar steht Mayweather (r.) zum vierten Mal in sieben Jahren an der Spitze der Sport-Geldrangliste. | © Mayweather Boxing + Fitness

Closed Circuit - 30.000.000 $

In den acht Hotels am Strip in Las Vegas, die dem in der Wüstenmetropole ansässigen Unternehmen MGM Resorts International gehören, konnte der Kampf für eine Eintrittskarte von 150 Dollar gesehen werden. Diesem Angebot kamen mehr als 50.000 Besucher nach. Selbst auf diesem Sektor gelang dem Mayweather Management ein sensationeller Clou. Sie schlossen einen Vertrag mit dem Entertainmentanbieter Fathom Events ab, da die von Colorado aus agierende Firma dafür sorgte, dass der Kampf landesweit in Kinos zu sehen war. Die Tickets kosteten hierfür im Durchschnitt 40 Dollar.

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